Intarsien: ein Bild aus Holz

Ausziehbarer Tisch mit Intarsienarbeit

Sehen Sie sich die Platte eines klassischen italienischen Tisches aus der Nähe an. Was von weitem wie ein aufgemaltes Ornament wirkt, ist in Wahrheit zusammengesetzt: aus Dutzenden einzelner Holzstücke, jedes für seine Stelle zugeschnitten. Das ist eine Intarsie.

Warum das Muster nie verblasst

Ein bedrucktes Dekor sitzt auf der Oberfläche und nutzt sich mit ihr ab. Eine Intarsie ist die Oberfläche. Das Muster entsteht aus dem Material selbst, aus unterschiedlich gefärbten Hölzern wie Nussbaum, Ahorn, Kirsche oder Wurzelholz. Schleifen Sie darüber, kommt dasselbe Bild wieder zum Vorschein.

Der Grund für die Wartezeit

Intarsienarbeit ist der langsamste Teil des Möbelbaus. Die Stücke müssen sauber aneinanderpassen, sonst zeichnen sich die Fugen später ab. Anschließend wird die Fläche verpresst, geschliffen und in mehreren Durchgängen poliert. Wer eine eingelegte Platte bestellt, wartet deshalb länger als bei einer glatten. Das ist kein Verzug, das ist die Arbeit.

Woran Sie gute Arbeit erkennen

  • Die Übergänge zwischen den Hölzern sind fühlbar glatt, nicht abgesetzt.
  • Das Muster läuft über die Kanten hinweg sauber weiter.
  • Die Maserung ist innerhalb eines Feldes gerichtet, nicht zufällig zusammengewürfelt.
  • Bei Schachbrett- und Sternmustern treffen sich die Linien exakt im Mittelpunkt.

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